1974 ist das Geburtsjahr dieser Phonovorstufe. Der damalige DY Paul McGowan hatte Probleme. Aus Geldmangel lötete er seiner Zeit diese Phonovorstufe zusammen und legte damit den Grundstein für die PS Audio Historie. Die Phonovorstufe besteht aus  einem flachen Ringkerntrafo und hatte dadurch massig Leistungsreserven. Um die genauen Geheimnisse der Schaltung zu lüften, verhindern  zwei Riegelähnliche Gebilde dieses Vorhaben. Diese beiden signalverstärkenden Einheiten bilden dieses Geheimnis, dieser außergewöhnlichen Vorstufe. Das Geheimnis nennt sich Gain Cell, das steht für die komplette Verstärkerstufe, die eine Verstärkung von 130db zulassen kann.  Die Messwerte der  Phonovorstufe  hervorragend. Sie läuft in Class A und und war und ist  durch die Volumen/Gainregelung am Gerät für mich die Idealbesetzung für meine Kette. Da heißt sie läuft wie eine normale regelbare Vortsufe.  Daher eignet sie sich zum direkten Anschluß an eine Endstufe! Und da muß bei einer Phonovorstufe alles stimmen.

Mehrere Dinge machen diese Phonostufe besonders: Beginnen wir mit ihrer grundlegenden Schaltungstopologie. Die GCPH ist ein vollständig symmetrisches Phonovorverstärker, der  aus zwei Verstärkungsblöcken mit einer zwischen ihnen angeordneten passiven RIAA-Entzerrungsschaltung besteht. PS Audio behauptet, dass diese Topologie erhebliche Leistungsvorteile bietet, da sie es beiden Verstärkungsstufen ermöglicht, „negatives Feedback bei allen Frequenzen niedrig und gleichmäßig zu halten“. Der Eingangsblock fungiert als hochwertiger Vorverstärker mit Verstärkungs- und Lasteinstellungen, die für die Verwendung mit fast allen Arten von Tonabnehmern geeignet sind. Der Ausgangsblock wiederum bietet variable Ausgänge, mit denen Sie den Klang der Phonostage feinabstimmen können, während der GCPH Leistungsverstärker direkt ansteuern kann – etwas, was nur wenige andere Phonostages können.

PS Audio GCPH inside

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Der Gainregler an der Frontplatte steuert den Verstärkungsgrad der integrierten Schaltung. Der erste Gain Cellriegel  ist für das MM und MC Niveau und der Signalstärke zuständig. Danach geht das Signal durch die passive RIAA-Entzerrung und dann kommt der zweite "Riegel" ins Spiel. Die zweite Gain Cell ist für den angestrebten Ausgangspegel zuständig.
 

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Der Ausgangssignal ist per Chinch, asymetrisch  oder über XLR, symetrisch ausgegeben. Über XLR symetrisch angeschlossen klingt die Phonovorstufe schon mal 6db lauter und dynamischer. Als Boni kann die Phonostage bei entsprechender Schallplatten Monogleiche  Signale verarbeiten . Und daneben ist ein Phasenschalter, der phasenverkehrte ältere Aufnahmen wieder phasengleich macht.
Direkt symetrisch mit einer Endstufe angeschlossen, zeigt das Gerät gleich wo der Hammer hängt. 
Sie klingt in meiner Kette mit der Treshold T 100 sehr feinstimmig und glasklar, sehr detailliert, präzise und klanglich beeindruckend dreidimensional. . Das Bassmanagment ist sehr dyamisch und sehr präzise und klingt einfach umwerfend. Die Klangbühne ist breit und raumfüllend! Zum Vergleich spielt zum Beispiel das EAR  834 Röhren Duo im Bassbereich dynamischer, jedoch nicht ganz so präzise im Bass. Die Klangbühne ist schmäler wie bei der PS Audio. 

Als Fazit nach ausgiebigem Hören dieses Phonovorverstärkers würde wie folgt beschreiben:

Ein absolut umwerfender Bass, ein satter und farbenfroher Mittenbereich mit genau dem richtigen Hauch von natürlicher Wärme, mit glatt und glasklaren verzerrungsfreien Höhen, müheloser Dreidimensionalität und die Fähigkeit, hohe Auflösungen auf völlig ungezwungene Weise zu liefern.

Die Messwerte:

  • RIAA-Entzerrung:  Perfekt, oberhalb von 20khz steilflankige Höhen
  • Fremdspannungsabstand: -86db imm und 71,5db im MC Betrieb
  • Klirrwert: 0,006% und 0,025%
  • Die MC Einstellung kann  man 100/500/1000 Ohm und 47KOhm im MM Betrieb.
  • Die einstellbare Vestärkung:  45/54/60/66db 
  • Ausgangsimpedanz 100 Ohm

Meine Hörefahrung

mit der Endstufe Threshold T 100 Clearudio Innovation Basic mit TT3 und dem Stradivari V 2 und der Dali Epicon 6

Erstmal ist sie sehr sehr leise was irgendwelche Brummgeräusche angeht. Absolut nichts zu hören. Sie bildet sehr akurat ab. Eine hohe klangliche Auflösung rundet die breite Klangbühne ab. Die Ortungsschärfe der einzelnen Instrumente und die Feindynamik ist extrem präzise. Das ist beim Brandenburgischem Konzert bei der berühmten Aufnahme von Karl Richter unglaublich gut zu hören. Satte jedoch präzise Bassdynamik sind auffallend. Der Hochton kling bei den hohen BAchtrompeten  klar und nicht zu schrill Ein lebediger, warmer Mittenton bei klarer Stimmabbildung ist für mich Referenz!! Mir gefällt die besondere Nuancierung der kleinen Details. Instrumente, die ich vorher nicht so wahrgenommen habe, sind deutlicher wahrzunehmen. Beim Prelude Cello Suite Nr. 1 G Dur von Bach hört man die vielen Klangnuancen des  einzelnen Cello perfekt. Man hört Anschlag und das Ausklingen in perfekter klanglicher und harmonischer Ausgewogenheit. Für mich nahezu eine perfekte analoge Wiedergabe. Die GCPH ist bis heute eine überragende Phonovorstufe und die Möglichkeit sie symmetrisch direkt an eine Endstufe zu hören, macht die Sache für einige noch interessanter.

 

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