11.-12: Juli 2026 von Werner_B

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Sonnenuntergang mit Blick nach Nordwest

Eine kurze Beobachtungsnacht im hochsommerlichen Juli, mit Temperaturen um die 30Grad und ohne Saharastaub, stand heute auf dem Programm. Ein gelegentlich aufkommendes Lüftchen wurde gerne als Erfrischung angenommen.
Die Dunstgrenze, erkennbar an den Farben des Sonnenuntergangs, war nur knapp unterhalb meines Standortes gelegen. Die Temperatur zum Beobachtungsstart betrug 19Grad mit 41% Luftfeuchtigkeit. Sehr gute Bedingungen für Juli. Farbige Dunstgrenze mit Venus links der Tannenspitzen

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Starten wollte ich traditionell mit einem Sternhaufen. Auf der Liste stand Berkeley 82 und 99. Schon der erste Sternhaufen kam mir bekannt vor. Den hatte ich schon gezeichnet. Bei Berkeley 99 konnte ich keine schöne Form zum Zeichnen entdecken. Der war einfach zu zerzaust (hatte ich aber auch schon mal gezeichnet). Oh - schlechte Vorbereitung 😊

Bei der fortgeschrittenen Nacht ging ich jetzt aber zu den Galaxien über. Als erstes stand die NGC3079 auf dem Plan. Eine stark zur Seite geneigte Balkengalaxie am oberen Vorderfuß des Großen Bären. Die Lage der Galaxie war jetzt nicht optimal, gab aber trotzdem seine schöne Kontur preis. Das Staubband konnte ich aber nicht herausarbeiten.

NGC3079, eine längliche wilde Gx im Großen Bären

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Als nächstes ging es zur aktuellen Supernova in der NGC3310. Auch da ist die Lage der Galaxie im fast nach unten gedrehten großen Bären nicht optimal. Die Durchsicht war trotzdem gut und die NGC3310 gleich erkennbar. Bei 140fach zeigte sich dann auch die SN2026sqf. Die Helligkeitsangabe von 12,6m habe ich nicht selber gemessen, sondern aus den Foren entnommen. Auf einer früheren Zeichnung hatte ich bei der NGC3310 auch etwas mehr Umgebung herausgearbeitet (bei optimaler Lage). Diese blieben dieses Mal unsichtbar.

Die SN2026sqf in NGC3310

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Danach habe ich zuerst mal ein paar Bilder von der Nacht angefertigt: Der Stachel des Scorpions ist noch gut sichtbar im Anfang der Dunstschicht (und Zaunpfosten).

(Einzelbild, 25s, Iso6400 und F2,8)

Bild 003

Von der Schildwolke hoch zur Wega

(Einzelbild, 25s, Iso6400 und F2,8)

Bild 004

Danach weiter beim Zeichnen:

Die offene OdM Liste zeigte mir die NGC6085 und NGC6086 aus dem Jahre 2024 in der nördlichen Krone an. Wird Zeit, einen Besuch abzustatten. Mit Starhopping schnell gefunden und NGC6086 als länglicher Schein gleich erkannt. Bei der NGC6085 dauerte es ein paar Minuten länger, konnte aber dauerhaft gehalten werden. Ein schönes Paar in der Galaxien armen Region, der nördlichen Krone.

NGC6085 und NGC6086 in der nördlichen Krone

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Als letzte Zeichnung stand noch ein Planetarischer Nebel auf meiner Liste. Es soll im Wassermann zum Saturnnebel gehen. Schon beim Aufsuchen die erste große Überraschung. Der Nebel musste nicht angeblinkt oder Lage im vorerst leeren Raum bestimmt werden. Er war schon im Übersichtsokular als smaragdgrünes Sternchen/Scheibchen erkennbar. Wie ich diese Farbe liebe. 
Bei der nächsten Hochvergrößerung ging diese Farbe langsam verloren und ein Ballon mit zwei seitlichen Bällen kam immer mehr zum Vorschein. Er reagiert auch auf UHC und OIII, es bringt aber keinen Vorteil. Die gemessene Luftfeuchtigkeit ist mittlerweile auf 61% angestiegen und brachte etwas mehr Helligkeit mit. Weitere Details im Kernbereich konnte ich nicht herausarbeiten.

NGC7009 Saturnnebel im Wassermann

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Zu allerletzt noch das obligatorische Gruppenfoto

(Einzelbild, 25s, Iso6400 und F2,8)

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Die Temperatur ist bis um 3:00Uhr auf 17Grad gefallen. Eine sehr angenehme Nacht, die man nicht so oft erlebt.

Viele Grüße und viel Spaß beim Lesen

Werner_B